Wer wird erforscht?

figuren-introBerufsgruppen, die im häuslichen Umfeld helfen oder behandeln. Dazu gehören Sozialarbeiter_innen, Hebammen und Geburtshelfer, Hausärzte_innen, aufsuchende Familientherapeuten_innen

Aus welchem Anlass forschen wir?

Hilfen in der häuslichen Umgebung erhalten eine steigende Bedeutung z. B. durch:

  • das 2012 in Kraft getretene Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) und dem obligatorischen Hausbesuch in Kinderschutzfällen
  • den demographischen Wandel und die Abnahme von psychosozialen ortsgebundenen Infrastrukturen
  • die komplexeren Problemlagen der Hilfeempfänger und das
    Erfordernis multiprofessioneller Hilfe

Hypothesen

Die Arbeit im häuslichen Setting zeichnet sich durch spezifische Strukturmerkmale aus:

  • Unabgegrenztheit
  • Alltagsnähe
  • Konfrontation mit Nichtwissen

Erforderliche Kompetenzen im Umgang mit den drei U´s  :

  • Unwissenheit
  • Unsicherheit
  • Unklarheit (z. B. in der Nähe-Distanz-
  • Regulation)

Instrumente

Quantitative Erhebung:

Mic-u-htqBundesweite Erhebung der aufsuchenden Arbeit von Sozialarbeiter_innen, Hebammen und Geburtshelfer, Hausärzte_innen, aufsuchende Familientherapeuten_innen mit dem HTQ

 

Qualitative Erhebung:

Qualitative Vertiefungsstudie mit aufsuchenden Helfern der verschiedenen Professionen:

  • Gruppendiskussion
  • Dialogische Introspektion
  • Experteninterviews

Ziele

Erhebung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Professionen.

  • Entwicklung von Qualitätsstandards
  • Erforschung von besonderen Merkmalen
  • Entwicklung einer professions-übergreifenden Weiterbildung